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Energiewende Schweiz verlangt neue Konzepte

Vernetzte Strom-, Gas- und Wärmenetze bilden die Basis für eine effiziente Energienutzung. Die Einspeisung von erneuerbarer Energien in öffentliche Stromnetze fällt mit der Strommarktöffnung und dem Ausbau der Glasfasernetze zusammen. Die Energieversorger stehen vor grundlegenden Entscheidungen.

Der Bundesrat plant in seiner Energiestrategie 2050 bis im Jahr 2023 den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie. Die dadurch entstehende Versorgungslücke soll durch Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Gas-Kombi, Geothermie, Effizienzmassnahmen sowie den Energie-Zukauf aus dem Ausland gedeckt werden. Ein optimales Zusammenspiel von Produktion, Verbrauch und Infrastrukturen ist die Voraussetzung, damit die vom Bundesrat skizzierte Strategie umgesetzt werden kann. Der Ausstieg aus der Kernenergie kann aber nur gelingen, wenn der Umbau der Energieversorgung vorangetrieben wird und die Städte und Gemeinden die dazu notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Dezentrale Energieerzeugung
Die Strom-, Gas- und Wärmenetze der Gemeinden werden heute durch sogenannte „Querverbundunternehmen“ betrieben. Wie im Fall von Männedorf stellt die Abteilung Infrastruktur auch die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sicher. In vielen Städten und Gemeinden wird die alte Regeltechnik durch intelligente Netz- und Verbrauchssteuerungen (Smart Grids) ersetzt. Gleichzeitig wird der Aufbau von Glasfasernetzen zur Gewährleistung der zukünftigen Kommunikationsanforderungen stark vorangetrieben. Eine weitere wichtige Herausforderung steht jedoch noch bevor: Die Einspeisung massgeblicher Mengen von alternativen Energien (Solarstrom und Strom aus Windenergie) in bestehende Netze. Dafür müssen zuerst die Voraussetzungen geschaffen werden. Die dezentrale Energieerzeugung soll gemäss der bundesrätlichen Energiestrategie in Zukunft eine tragende Stütze der Energiever-sorgung werden.

Konvergenz der Netze
Die Energieversorgung wird heute aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet: Fachleute sprechen von „Konvergenz der Netze“. Die Netzkonvergenz umfasst die Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung. Gemäss dieser Betrachtung haben unabhängig voneinander betriebene Netze in Zukunft keine Existenzberechtigung mehr, da die Einspeisung von erneuerbarer Energie umfassendere Netzwerke erfordert. Städtische und regionale Energieversorger treiben aus diesen Gründen die Netzkonvergenz voran, indem sie die verschiedenen Energienetze als Gesamtsysteme konzipieren.

Werke am Zürichsee AG als Vorbild
Im Bezirk Meilen gibt es bereits ein erfolgreiches Beispiel: Die Werke am Zürichsee versorgen seit 2009 die rund 30'000 Einwohner der Gemeinden Küsnacht, Zollikon und Erlenbach mit Strom, Wasser, Gas und Kom-munikationsdienstleistungen. Die Netze sind weiterhin im Besitz der jeweiligen Gemeinden. Dieser Zusammenschluss bringt den Gemeinden deutliche Einsparungen sowie Sygerien in der Abstimmung von Entwicklungen, von welchen die angeschlossenen Bereiche profitieren.

Im Sommer 2012 wurde der Kooperationsgedanke der verschiedenen Infrstrukturbetriebe am rechten Zürichsee erneut angestossen. Daran beteiligt haben sich die Gemeinden Herrliberg bis Stäfa sowie die Gemeinden Küsnacht, Zollikon und Erlenbach, die bereits den Werken am Zürichsee AG angehören. Eine Zusammenarbeit bringt nebst der Bündelung der Infrastrukturbereiche auch Vorteile bei der gemeinsamen Konzeption und Beschaffung von Dienstleistungen und Produkten, zum Beispiel beim Kauf von Stromzählern im Rahmen der Einführung von Smart Meters (elektronische Fernauslesung von Verbrauchszählern).

Die schweizerische Energieversorgung befindet sich in einem grundlegenden Umbauprozess. Wie die Lösung für kleinere Infrastrukturbetriebe aussehen wird, ist noch ungewiss. Sicher jedoch ist, dass die Gemeinden am rechten Zürichsee Lösungen finden müssen, wie sie mit den Forderungen der Energiestrategie 2050 des Bundesrates umgehen werden.


 

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