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Wer sorgt für Liefersicherheit beim Strom?

Das Bundesgesetz über die Stromversorgung vom 23. März 2007 regelt national die Voraussetzungen für eine sichere Stromversorgung. Elektrizitätsnetzbetreiber mit 50Hz Wechselstrom-Netzen, so auch die Gemeinde Männedorf, müssen per Gesetz strenge Sicherheitsvorschriften erfüllen.

Lokale und regionale Netzbetreiber haben gemäss Bundesgesetzt den Auftrag zur Sicher-stellung von Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Effizienz ihrer Versorgungsgebiete. Die nationale Netzgesellschaft swissgrid trifft mit allen Beteiligten die notwendigen Vereinbarungen. Dazu gehört etwa die automatische Abschaltung eines Verbrauchers bei Unterschreitung einer bestimmten Netzfrequenz.

Um die Überwachung der Elektrizitätsmärkte und die sichere und erschwingliche Stromversorgung in allen Landesteilen kümmert sich die Elektrizitätskommission (ElCom). Die ElCom überprüft regelmässig den Zustand der Übertragungsnetze und sorgt bei Investitionen in den Netzausbau für einen regionalen Ausgleich. Bei einer sich abzeichnenden Gefährdung der Versorgungssicherheit kann die ElCom dem Bundesrat Vorschläge für Gegenmassnahmen unterbreiten, so etwa Massnahmen zum Ausbau der Erzeugungskapazitäten, zur Steigerung der Effizienz und zum Ausbau von Elektrizitätsnetzen. Gesetzliche Grundlagen bilden das Stromversorgungsgesetz StromVG sowie die nationale Stromversorgungsverordnung StromVV.

Wer betreibt in Männedorf das Stromnetz?
In Männedorf kümmert sich die Abteilung Infrastruktur um die Sicherstellung des Netzbetriebs. Die Infrastruktur ist zuständig für den Bau, Betrieb und Unterhalt des gemeindeeigenen Versorgungsnetzes. Gemäss gesetzlichem Auftrag ist die Infrastruktur verpflichtet, der ElCom jährlich einen Rechenschaftsbericht zur Versorgungsqualität der Gemeinde vorzulegen.

Die Infrastruktur betreibt keine Stromproduktionsanlagen und produziert auch keinen eigenen Strom. Der Strom stammt ausschliesslich von Zulieferern für elektrische Energie. Die häufigste Ursache für Stromunterbrüche geht daher auf die Zulieferer und damit auf das sogenannte Vorliegernetz der EKZ zurück. Dabei wirken nebst auftretenden Kabelschäden auch Kurzschlüsse an Freileitungen, welche nicht selten durch Vögel verursacht werden. Ein Netzunterbruch kann aber auch durch Netzprobleme in einer Nebengemeinde entstehen. Innerhalb des Versorgungsgebietes der Gemeinde sind Schäden in den Versorgungsanlagen (Transformatorstationen, Kabelanlagen) und damit Stromunterbrüche jedoch nur selten.

Haftung bei Stromunterbruch
Bei Spannungs- und Frequenzschwankungen können an elektrischen Geräten mittelbare und unmittelbare Schäden entstehen. Die Endverbraucher haben in solchen Fällen keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Dies gilt auch für Untersprüche der Stromversorgung. Eine Haftung richtet sich nach den zwingenden, haftpflichtrechtlichen Bestimmungen. Im Besonderen sind dies die europäischen Normen EN 50160, die vollumfänglich auch für die Schweiz (SN 50160) gelten.

Gesetzlich bestimmte Grenzwerte
Die „Merkmale der Spannung in öffentlichen Elektrizitätsversorgungsnetzen“ sind in der eu-ropäischen Norm EN 50160 geregelt. Diese Norm spezifiziert die wesentlichen Merkmale der Netzspannung am Netzanschlusspunkt „unter normalen Umständen“ und legt die Qualität der elektrischen Energielieferung an den Kunden fest. Wesentliche Kennwerte dieser Norm sind die Frequenz, Spannungshöhe, Kurvenform und die Symmetrie der Leiterspannung. Die Norm gibt bezüglich der Frequenz ein Intervall von 49,5 Hz bis 50,5 Hz für 99,5 % der Zeit vor. Mit anderen Worten: Die Frequenz darf rund 44 Stunden im Jahr bis auf ein Intervall 47 Hz bis 52 Hz ansteigen. Für die Spannung besteht eine Toleranzgrenze von ±10 % der Nennspannung (Un, 230/400V). In Fällen ohne Verbindung zu einem Übertragungsnetz oder bei der Versorgung entlegener Kunden sind +10 %/-15 % zulässig. Unter normalen Betriebsbedingungen müssen 95 % der 10-Minuten-Mittelwerte des gemessenen Effektivwertes jedes Wochenintervalls innerhalb der Grenzen von ±10 % liegen.

Reglemente und Bedingungen
Die Werkvorschriften für Netzbetreiber gelten auch für Männedorf. Die Vorschriften sind im „Reglement betreffend Lieferung von elektrischer Energie“ festgehalten und können auf der Homepage www.infra8708.ch eingesehen werden. Auf Wunsch können Kunden dieses Reg-lement bei der Infrastruktur beziehen. Die Haftung des Werks ist unter Artikel 2.4 des Reglements für die Stromversorgung (1. Oktober 2011) geregelt.

Verhalten bei Stromunterbruch
Bei Stromunterbrüchen unterscheidet man zwischen planbaren und ausserordentlichen Stromunterbrüchen. Wie soll man sich in solchen Situationen verhalten?

Planbare Stromunterbrüche
Bei Unterhaltsarbeiten oder Umbauten am Versorgungsnetz der Gemeinde sind Unterbrüche durch Abschaltungen von Stromkabeln unumgänglich. Planbare Unterbrüche werden den Betroffenen rechtzeitig per Post, mit Flyern, auf der Homepage der Infrastruktur oder soweit möglich im persönlichen Kontakt angekündigt. Nach dem Unterbruch der Stromversorgung wird den Betroffenen empfohlen, elektrische Geräte wie netzabhängige Uhren und Schaltgeräte zu überprüfen und neu zu einrichten.

Was tun bei Stromunterbruch?
Bei ausserordentlichen, nicht angekündigten Stromunterbrüchen, kümmert sich die Infrastruktur für eine möglichst rasche Wiederherstellung der Energieversorgung. Ein Pikettdienst sorgt rund um die Uhr für eine kurze Interventionszeit.
Die Kontakte auf der Homepage: http://www.infrastruktur-maennedorf.ch/de/toolbar2/pikett/

Auf Versorgungsunterbrüche, die durch den Zulieferer entstehen, hat die Infrastruktur Männedorf keinen Einfluss. In solchen Fällen ist die Infrastruktur bemüht, die Ursache und Dauer des Stromunterbruchs zu erfahren und die Kunden zeitnah zu informieren. Bei Stromunter-brüchen empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren. Die Telefonleitungen der Infrastruktur sind bei einem Stromunterbruch meist überlastet.

Vorkehrungen bei Anforderung hoher Verfügbarkeit
Ist ein Kunde auf eine lückenlose Stromversorgung angewiesen, empfiehlt die Infrastruktur den Einsatz einer unterbruchfreien Stromversorgungsanlage (USV-Anlage). Nebst dem zeitlich begrenzten Überbrückungsbetrieb stellt eine solche Anlage auch den unterbruchslosen Weiterbetrieb sicher (kein unkontrolliertes Abschalten). Beim Kauf einer solchen Anlage lohnt es sich, die Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen. Kleine USV-Anlagen sind heute erschwinglich und reichen für die Versorgung von Computer und Server. Der Erwerb von grös-seren Anlagen, zum Beispiel Dieselgeneratoren, steht meist nicht im Verhältnis zur Anzahl von Unterbrüchen pro Jahr. Bei konkreten Anliegen gibt die Infrastruktur Männedorf gerne Auskunft.

Zunehmende Komplexität der Systeme in den Haushalten
Die Automatisierung von Gebäuden und die Verwendung von Elektronik und Steuerungen in Haushaltungen verzeichnen eine zunehmende Verbreitung. Für Betriebsanlagen in Gebäuden, z.B. Wärmepumpenanlagen, Storensteuerungen, Sicherheitsanlagen oder IT-Systeme, sind zuverlässige automatische Wiederanlaufprozedere wichtig. Diese sind bei Inbetriebnahme, Übergabe sowie in periodischen Abständen zu testen, damit die Verfügbarkeit sichergestellt ist. Diese Anlagen sollten auch bei Abwesenheit nach einem zwischenzeitlichen Stromunterbruch ihren Automatikbetrieb zuverlässig und eigenständig wieder aufnehmen.


 

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