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Winterdienst: Unermüdlich gegen Schnee und Eis

Der letzte Winter machte eindrücklich das Spannungsfeld und die Herausforderungen des Winterdienstes deutlich. Dieser Beitrag beleuchtet das Thema noch vor dem ersten Schneefall und gibt Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweise des Winterdienstes.

von Alexander Frei

Samstagabend, 10. November 2012: Der Wetterbericht kündigt den ersten Schneefall an. Kommt er wirklich? Der Winterdienst ist in Alarmbereitschaft. Am Sonntag um 3.30 Uhr fällt der erste Schnee. Der Pikettdiensthabende fährt nach einer unruhigen Nacht durch Männedorf, prüft die Strassen und entscheidet sich noch zuzuwarten. Um 6.00 Uhr setzt der Schnee tatsächlich an. Noch bevor der Verkehr die Strassen belebt, bietet er das Team des Winterdienstes auf. Um 6.30 Uhr stehen alle verfügbaren Kräfte und 8 Fahrzeuge im Einsatz.

Verantwortungen klar geregelt
Der Auftrag des Winterdienstes der Gemeinde Männedorf besteht bei Schneefall in der Sicherstellung der Begeh- und Befahrbarkeit von Strassen, Plätzen und Wegen. Bewohnte Gebiete haben bei der Schneeräumung und Glatteisbekämpfung Vorrang, sofern die Notwendigkeit besteht und der Strassenzustand eine rationelle Arbeitsweise erlaubt. Weiter kümmert er sich um die Räumung von Zufahrten zu wichtigen Infrastrukturen wie Trafostationen und Reservoirs. Auf Privatstrassen und privaten Grundstücken besteht kein Anspruch auf Schneeräumungsarbeiten; entsprechende Arbeiten erfolgen freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.

Die Zuständigkeit für die Schneeräumung auf Staats- und Kantonsstrassen, wie See-, Berg-, Aufdorf- und Allenbergstrasse und Busbuchten, liegt beim Tiefbauamt des Kantons Zürich. Die Gemeinde Männedorf bewirtschaftet die Gemeindestrassen (bis heute auch befahrbare Privatstrassen), öffentliche Plätze sowie die Geh- und Radwege. Die Schneeräumung auf speziellen Plätzen, wie Bahnhofperrons oder Vorplätze der Ladengeschäfte, erfolgt in Absprache mit den Grundbesitzern.

Prioritäten setzen und flexibel bleiben
Männedorf verfügt über ein dichtes Siedlungsgebiet mit starkem Verkehr sowie Strassen an Hanglagen. Die Schneeräumung soll eine möglichst sichere Benutzung der Verkehrswege ermöglichen. Sammelstrassen, Strassen mit Busverkehr, Quartierstrassen mit Steilstrecken und Feuerwehrzufahrten werden in der Regel schwarz geräumt, das heisst gepflügt und mit Salz behandelt.

Die Art der Schneeräumung ist abhängig von den Tageszeiten und den Bedürfnissen der Bevölkerung. Vorrang haben Strassen, die während den Stosszeiten einen sicheren Verkehr gewährleisten müssen, danach folgt die Schneeräumung der Trottoirs. Die gleichzeitige Räumung von Strassen und Trottoirs ist aus technischen Gründen nicht möglich. Eine Räumungstour durch Männedorf dauert zirka 3 Stunden. Bei starkem Schneefall oder sinkenden Temperaturen kann es durchaus sein, dass die Flotte nach Abschluss der Runde gleich wieder vorne beginnen muss. Dadurch verzögert sich die Arbeit auf den Trottoirs.

Situative Wahl des Einsatzes
Der Einsatz von Salz ist jeden Winter erneut ein Thema: Wieso setzt der Kanton Salz ein und die Gemeinde nicht? Braucht es überhaupt so viel Salz? Im Strassendienst gilt der Grundsatz: «So viel wie nötig, so wenig wie möglich». Der Salzverbrauch während des Winters 2012/2013 brach mit rund 90 Tonnen fast sämtliche Rekorde. Aufgrund von kritischen Situationen auf unseren Strassen blieb dem Strassendienst keine andere Wahl, als auf Salz auszuweichen. Rutschhemmende Mittel wie Splitt, Granulat, Sand, Kies oder Asche sind zum Streusalz keine Alternative. Die Transportwege und die Entsorgung solcher Stoffe verursachen einen deutlich höheren Energieaufwand. Streusplitt etwa sammelt sich im Schlammsammler (Mundart «Dole»), von wo aus dieser in einem aufwändigen Verfahren abgesaugt und als Sondermüll entsorgt werden muss. Auch abstumpfende Streustoffe sind keine Lösung. Aus ihnen entsteht Feinstaub, der die Luftqualität belastet und für Mensch und Tier ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Zusammenarbeit ist Trumpf
Der Winterdienst ist eine ausgesprochene Teamarbeit. Das Winterdienst-Team setzt sich aus internen und externen Fachpersonen zusammen, die um jede Tages- und Nachtzeit auf Witterungsänderungen reagieren. Im Einsatz arbeitet das Team eng zusammen und leistet sich gegenseitig wertvolle Unterstützung. Wertvoll und wichtig sind auch die Kooperation mit den Verkehrswegbenutzern und ihre konstruktiven Rückmeldungen. Den Schnee kann der Winterdienst weder zum Verschwinden bringen noch gerecht verteilen, auch kann er im Ernstfall nicht auf individuelle Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen. Doch eines ist sicher: Bei witterungsbedingt schwierigen Verhältnissen leistet der Winterdienst zur Sicherheit im öffentlichen Strassenraum einen wichtigen und wertvollen Beitrag.


 

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