Willkommen auf der Website von Männedorf Infrastruktur



Sprungnavigation

Von hier aus k�nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4

Energie aus Seewasser für das Spital Männedorf

Seit dem Frühjahr 2012 entsteht neben dem Rohwasserpumpwerk der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland fast unbemerkt ein zweigeschossiger Anbau mit Eingangsbauwerk, der ab Herbst 2012 das Spital Männedorf mit Wärme und Kälte aus Seewasser versorgen wird. Auftraggeber ist die Gemeinde Männedorf, vertreten durch die Infrastruktur und das Spital Männedorf.

von Hans Ulrich Stocker

Die 1,2 Mio. Franken teure Anlage wird ab Oktober 2012 die Neubauten des Spitals beheizen. In einer zweiten Phase wird die Anlage die Energie für die Wärmepumpen in den Technikräumen des Spitals liefern, die für das Beheizen und Klimatisieren der Räume benötigt wird. Im Endausbau soll der gesamte Spitalkomplex ohne jegliche fossilen Brennstoffe auskommen. Wir berichteten über dieses Projekt in der April-Ausgabe 2010 von InfraAktuell.

Wie entsteht CO2-neutrale Energie aus Seewasser?
Zur Klimatisierung des Spitals wird das Wasser aus dem Zürichsee über den Rohwasserschacht der Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland hochgepumpt und über einen Wärmetauscher geführt. Eine Ringleitung zur Heizzentrale des Spitals übernimmt die Temperatur des Seewassers. Weitere Pumpen fördern das Wasser der Ringleitung durch mehrere Wärmepumpen, die je nach Bedarf die Temperaturdifferenz von 3 Grad Kelvin ausnützen, um Wärme oder Kälte an die gewünschten Orte zu liefern. Das Hintereinanderschalten von Wärmepumpen erlaubt eine optimale Nutzung der Temperaturdifferenz. Falls die so gewonnene Energie nicht ausreichen sollte, wird mehr Seewasser durch den Tauscher gepumpt, um eine Differenz von 3 Grad zu erzeugen. Das Prinzipschema zeigt die Komponenten der neuen Anlage der Infrastruktur Männedorf.

Gemeindeeigener Betrieb ökologischer Anlagen
Die Arbeiten kommen gut voran. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand, um das ehrgeizige Projekt termingerecht abzuschliessen. Betrieben wird die Anlage von der Abteilung Infrastruktur/Gruppe Anlagen, die sich auch um das Seewasserwerk, die Kläranlage, die Schlammverwertung beim Türli und die Wasserversorgung kümmert. Die Gemeindeversammlung hat mit der Zustimmung des Baukredites für dieses Vorzeigeprojekt zur CO2-Reduktion Weitsicht bewiesen.


 

Zurück zur Albenübersicht