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Die Glasfaser als Nabelschnur der neuen Kommunikationsgeneration

Die Telekommunikationsbedürfnisse von Privathaushalten und Geschäftskunden sind im Wandel. Interaktives Fernsehen, Gaming, Videostreaming sowie simultane Nutzungen wie Skype verlangen immer grössere Bandbreiten. Wie andere Orte macht sich auch die Gemeinde Männedorf Gedanken über diese Entwicklung - und bittet die Bevölkerung um ihre Meinung.

von Alexander Frei

Der Bedarf nach grossen Bandbreiten erstreckt sind über alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens. Die Interaktion zwischen Lehranstalten und Schülern findet zunehmend über das Internet statt. Viele Konsumenten würden Telekommunikationsdienste der Einfachheit halber am liebsten von einem Anbieter und aus einer Steckdose beziehen, um bessere Konditionen zu erhalten. Selbst Infrastrukturbetreiber haben veränderte Ansprüche: Der Informationsaustausch zwischen dezentral verstreuten erneuerbaren Energiequellen (Windparks, Biogasbetriebene Blockheizkraftwerke, Fotovoltaikanlagen) mit den Verbrauchern wird künftig über «Smart Grid» erfolgen, ein intelligentes Stromnetz, das ein schnelles Glasfasernetz benötigt. Die Problematik der wachsenden Mobilität lanciert u.a. die Themen „Ausbau des öffentlichen Verkehrs“ und den „Arbeitsplatz zuhause“. Das „Home office“ könnte die Ausbaubedürfnisse des ÖV dämpfen, die bestehende Gebäudeinfrastruktur (Wohn- und Geschäftsgebäude) würde besser genutzt und andere Modelle sozialer Lebensformen ermöglichen.

All diese Aufgaben bergen für die Netzbetreiber neue Chancen aber auch Risiken. Die Entwicklungen im Zugangsnetzbereich auf Basis von Fiber to the Home (FTTH) verlangen zum einen hohe Investitionen, sie eröffnen zum anderen auch neue Möglichkeiten und neue Geschäftsmodelle.

Thema der nächsten Generation
Die Ausgestaltung der Kommunikationstechnologie der Zukunft ist in einer entscheidenden Phase. Grundlage dazu bildet ein aufwändiges Infrastrukturprojekt, das nach Meinung der Befürworter in den nächsten 6 bis 8 Jahren stehen soll. Getrieben wird diese Entwicklung vom Wunsch der Gemeinden nach einem Standortvorteil für die Dienstleistungswirtschaft. Die Politiker, die heute über Investitionen in moderne Netzwerke entscheiden, werden in ihrer Erwerbstätigkeit die Auswirkungen ihrer Entscheidungen nicht mehr erleben. Die zukünftigen Nutzniesser sind an den Entscheidungen nur am Rande beteiligt. Experten vergleichen den bevorstehenden Infrastrukturwandel als „das zweite NEAT-Projekt der Schweiz“.

Grundsatzentscheide der Netzbesitzer
Die Netzbesitzer in der Schweiz, namentlich die Kabelnetzbetreiber, stehen vor wichtigen Herausforderungen. Sie müssen entscheiden, ob sie ihre Kabelnetze auf Kupferbasis in Richtung Fiber to the Home (FTTH) weiterentwickeln wollen. Von diesem Entscheid hängt ihre heute starke Marktposition beim Broadcast-Fernsehen im Bereich des interaktiven Fernsehens ab. Neue Netzbetreiber wie Elektrizitätswerke, Stadtwerke und industrielle Betriebe hingegen müssen Farbe bekennen, ob sie ihre Trasse- und Rohranlagen auch für den Ausbau von Telekommunikationsnetzen nutzen möchten. Die Fragen nach der Wirtschaftlichkeit und nach den dafür benötigten finanziellen und personellen Ressourcen bleiben vielfach unbeantwortet. Die hohen Investitionen für den Bau von FFTH-basierten Glasfasernetzen bringen auch die Möglichkeit von Kooperationen mit Partnern ins Spiel. Sowohl bestehende wie auch neue Netzbesitzer stehen vor wichtigen Entscheidungen: Glasfasernetze sind langfristige Infrastrukturprojekte, die enorme Investitionen binden; und mit dem Eintritt von Swisscom in den Markt verschärft sich der Zeitdruck. Auf kurz- bis mittelfristige Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Geschäftsmodelle haben in diesem Wettbewerb nur wenige Chancen. Um den Bau von parallelen Netzen zu verhindern, sehen sich die Betreiber zu baldigen Entscheidungen veranlasst.


 

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