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Was bringt und die energetische Zukunft?

Bund und Kantone haben sich mit der Energieversorgung der Zukunft befasst und Szenarien bis ins Jahr 2050 entwickelt. Doch wie soll sich die Nutzung erneuerbarer Energie über diesen Zeitraum in unserer Gemeinde entwickeln, um von fossilen Energieträgern wegzukommen und den CO2-Ausstoss zu verringern? Welche Reduktion des Energieverbrauchs lässt sich mit der Steigerung der Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden etc. erreichen?

von Alfred Wüthrich

Um diese Zukunftsperspektiven auch für Männedorf zu konkretisieren, hat der Gemeinderat das Büro econcept in Zürich mit der Ausarbeitung einer Studie zum „Potential erneuerbarer Energien und von Energieeffizienz in Männedorf“ beauftragt. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie stellen wir Ihnen in unserer Zusammenfassung vor:

Potenzial bei Solarenergie und Umweltwärme
Grosses Potential liegt in der Solarenergie. Das nutzbare Potenzial bei deren thermischen Nutzung für Warmwasser-Aufbereitung und Raumheizung (2) wird auf 28 Millionen Kilowatt-Stunden oder 28 GWh (Gigawatt-Stunden) pro Jahr geschätzt. Davon wird heute erst ein winziger Bruchteil genutzt.

Ein noch grösseres Potential verspricht die Nutzung von Umweltwärme, vorzugsweise durch Wärmepumpen mit Erdsonden. Bereits heute werden so in Männedorf rund 5 GWh genutzt - mit stark steigender Tendenz. Insgesamt liegt das Potential bei 90 GWh (4). Zum Vergleich: für Raumheizung werden heute rund 125 Millionen kWh benötigt, vorwiegend in Form der fossilen Brennstoffe Heizoel und Gas.

Nutzung von Seewasser
Die Nutzung von Seewasser für Wärmegewinnung (5) eignet sich nur für Grossprojekte. Ein gemeinsames Projekt der Infrastrukturabteilung mit dem Spital Männedorf ist in Vorbereitung. Bereits realisiert worden ist eine Anlage im Neubau der Firma Swarovski.

Photovoltaik
Photovoltaische Solaranlagen haben in Männedorf ein Potenzial von 11 GWh oder 25% des heutigen Strombedarfs. Die Kosten solcher, heute noch teuren Anlagen werden in den kommenden Jahren weiter sinken. Das dürfte zu einem zusätzlichen Investitionsschub und einer deutlichen Verbreitung dieser Technologie führen.

Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien nutzen
Eine interessante Entwicklung verspricht die Steigerung der Energieeffizienz sowie die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien in Kombination.

Erwärme und Solarenergie
Das Potential aus Erdwärme und thermischer Solarenergie (2) übersteigt die heute benötigte Energie für Raumheizung und Warmwasser (1) deutlich. Durch konsequente Umsetzung von Effizienzmassnahmen, vor allem durch Isolation der Gebäude, ist eine Reduktion der heute benötigten Energie um mehr als 50% möglich (3). Die Nutzung des Erdwärme-Potentials bedingt allerdings den Einsatz elektrisch betriebener Wärmepumpen, die zusammen um 50% des gesamten heutigen Stromverbrauchs (4) benötigen würden (6b). Der übrige Stromverbrauch liesse sich dagegen durch den Einsatz effizienter Geräte auf ca. 60% des heutigen Werts senken (6a). Der gesamte künftige Stromverbrauch unter Einbezug der Wärmepumpen würde also total 110% des heutigen Verbrauchs betragen (6). Etwa 25% davon könnten elektrische Solarzellen auf Männedorfs Dächern beisteuern (5), sodass trotz des Wegfalls der fossilen Energieträger Oel und Gas weniger Strom als heute zugekauft werden müsste.

Ein Blick in die Zukunft
Diese Szenarien mögen utopisch klingen. Zu bedenken ist aber, dass die genannten Zielgrössen für das Jahr 2050 gelten. In den nächsten 40 Jahren werden sich technische und wirtschaftliche Faktoren grundlegend verändern: Energie dürfte teurer werden, und neue, effizientere Technologien zur Gewinnung erneuerbarer Energien werden zur Verfügung stehen. Dies führt zu verstärkten Anreizen, die Energieeffizienz zu forcieren. Zugleich kann der CO2 Ausstoss und die Auslands-Abhängigkeit der Energiebeschaffung reduziert und - als Resultat energetischer Gebäudesanierungen - der Wohnkomfort verbessert werden. Dies sind grosse Chancen und Herausforderungen für uns alle. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!


 

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