Willkommen auf der Website von Männedorf Infrastruktur



Sprungnavigation

Von hier aus k�nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4

Der Kreislauf unseres Trinkwassers

Die Infrastruktur Männedorf betreut den Kreislauf des Wassers: von der Trinkwasseraufbereitung zum Unterhalt des Wasserversorgungsnetzes, vom Kanalisationsnetz zur Abwasserreinigung und von der Schlammbehandlung zur Energiegewinnung aus dem Klärschlamm.

von Hans-Ulrich Stocker

Das Seewasserwerk Stäfa, Männedorf, Oetwil am See versorgt die Partnergemeinden mit bis zu 6'000 m3 Trinkwasser pro Tag. Dazu bereitet es jährlich 1,5 bis 2 Mio. m3 Seewasser zu Trinkwasser auf. In einem dreistufigen Verfahren werden unerwünschte Huminstoffe (natürliche Abfälle), Geschmacksstoffe und Feststoffe durch Ultrafiltration aus dem Wasser entfernt. Leistungsstarke Förderpumpen transportieren das Trinkwasser über das Verteilnetz zu den Verbrauchern.

Jährlich 900'000 m3 Trinkwasser
Männedorf bezieht vom Seewasserwerk jährlich etwa 600'000 m3 Wasser, weitere 300'000 m3 trägt die Wasserversorgung Goldingen-Meilen bei. Goldinger Wasser fliesst seit 1912 durch eine über 30 km lange Leitung ohne Pumpwerke in unsere Reservoire!

Trinkwasser in Kanalisation
Trinkwasser von bester Qualität wird nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Duschen, Baden, Abwaschen, Spülen von WC-Anlagen und zum Bewässern von Gärten verwendet. Nach Gebrauch fliesst das verschmutzte Wasser durch unser Kanalisationsnetz mit Leitungen, Pumpwerken, Fangkanälen und Regenbecken zur Abwasserreinigungsanlage ARA, wo die zweite Stufe des Kreislaufes beginnt.

Abwasser klären
In der ARA trennt zuerst ein Rechenwerk Grobstoffe wie Papiere, Essensreste, Fäkalien, Tampons und Wattestäbchen vom Abwasser. Im Sandfang werden dem Abwasser grosse Mengen Sand und Katzenstreu entzogen. Danach passiert das Abwasser ein Vorklärbecken und die biologische Reinigungsstufe, wo Bakterien ihren Dienst verrichten. Von dort gelangt es in ein Nachklärbecken und über einen Sandfilter gereinigt in den See. Bei diesem Prozess fallen jährlich 9000 Tonnen Klärschlamm an, also fast eine Tonne pro Einwohner (!), die in der dritten Stufe fachgerecht entsorgt werden muss.

Klärschlamm entsorgen
Der Zweckverband ZSA Pfannenstiel betreibt eine Schlammbehandlungsanlage für sechs Verbandsgemeinden. Die angelieferten Klärschlämme werden zunächst von groben Verunreinigungen befreit. Danach wird der Schlamm in zwei Türmen der Faulung zugeführt, wo Bakterienkulturen für die Reduktion des Schlammvolumens sorgen. Über einen Eindicker und eine Zentrifuge wird der Schlamm entwässert, worauf er der Kehrichtverbrennung zugeführt werden kann. Das während des Faulungsprozesses entstehende Methangas wird für den Betrieb eines Blockheizkraftwerkes verwendet. Dieses versorgt die ZSA mit Strom; der Überschuss wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die ZSA produziert zirka 800 MWh/Jahr, was dem Verbrauch von 160 Haushalten entspricht.

Wasser ist ein kostbares Gut, das wir zum Leben brauchen. Deshalb müssen wir unsere Seen und Quellen schützen, damit uns auch in Zukunft ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung steht.


 

Zurück zur Albenübersicht