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Strompreisentwicklung seit der Marktöffnung

Landläufig geht man davon aus, dass Konkurrenz den Markt belebt. Angebotsvielfalt wirkt sich generell positiv auf die Qualitäts- und Preisentwicklung aus. Für die Liberalisierung des Schweizer Strommarktes bildet das Stromversorgungsgesetz den gesetzlichen Rahmen. Seit der Inkraftsetzung dieses Gesetzes im Jahr 2009 können Grosskunden ihren Energielieferanten frei wählen.

von Thomas Walter

Die Elektrizitätsversorgung unterscheidet zwischen Wettbewerbsbereich (Energie) und Monopolbereich (Netz). Die Stromnetze unterliegen einem natürlichen Monopol, weil der kapitalintensive Aufbau, Betrieb und Unterhalt nur durch einen Anbieter wirtschaftlich sinnvoll sichergestellt werden kann. Durch das neue Gesetz soll die Ausnutzung einer marktbeherrschenden Position im Bereich Netz und Kleinkunden für Energie verhindert und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Ein Strompreis – drei Komponenten
Für Haushaltskunden (Basic) erhebt das EW Männedorf jährlich die Gestehungskosten für Netze und Energie. Aus der Verkaufsprognose werden dann die Strompreise abgeleitet. Die neuen Strompreise werden jeweils im August für das Folgejahr publiziert, wobei der Bund (BFE) die Förderabgaben festlegt.

Wettbewerb im Energiehandel
Das EW Männedorf hat die Energie bis 2011 von der Axpo/EKZ bezogen. Seither sind die Strompreise an der EEX Leipziger Strombörse markant gesunken und bewegen sich zeitweise unter jenen der EKZ. ES drängte sich eine genauere Prüfung der Strombeschaffung auf. Da sich Stromverbrauch und Stromproduktion die Waage halten müssen, werden an der Börse Strompreise für Grundlast, Spitzenlast und Ausgleichsenergie gehandelt. Das EW Männedorf unterteilt dazu den Jahresverbrauch in 1/4-Stundenwerte (Lastgang). Aufgrund dieser Datenbasis werden auch den Kunden die Angebotspreise für Winter und Sommer sowie Hoch- und Niedertarif unterbreitet.

Strukturierte Strombeschaffung: Spekulation oder Risiko?
Der Einkauf von Energie erfolgte bis 2011 zu fixen Preisen. Seither basiert der Einkauf auf Prognosen. Im neuen Beschaffungsmodell müssen die Verbrauchswerte innerhalb einer Bandbreite von 10% der Prognosen liegen, da andernfalls ein Aufpreis verrechnet wird. Die zweijährige Erfahrung zeigt durchwegs positive Resultate: Die durch das neue Beschaffungsmodell erzielten Einsparungen liegen jährlich bei rund 70‘000 Franken. Selbst in den witterungsmässig schwer abzuschätzenden Monaten (Januar bis April 2012) lagen die Verbrauchswerte bis zum Jahresende nur an 22 Tagen ausserhalb der prognostizierten Bandbreite.

Der Energielieferant EKZ unterbreitete im April 2012 dem EW Männedorf ein Angebot. Angesichts der kontinuierlich fallenden Strompreise entschied sich das EW Männedorf Ende Oktober 2012, weitere Stromlieferanten zu einer Offertrunde einzuladen. Schliesslich konnte mit einem Partner ein Vertrag ohne Risikosteigerung und 7% tieferen Strompreisen abgeschlossen werden. Die Kunden des EW Männedorf profitieren dadurch im Jahr 2013 von reduzierten Stromtarifen.


 

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